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Alter Schlachthof Wiesloch

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Westfassade
Altes Schlachthaus von Südwesten
Stierkopf in der Süd-Fassade
Wappen an der Südwestseite
Westlicher Schankraum mit Wand-Dekoration im Anstrich
Kranhaken im westlichen Schankraum
Westlicher Schankraum mit alten Hebeanlagen am Stahl-Tragwerk
Westlicher Schankraum
Stütze von Kaibel&Sieber-Worms im westlichen Schankraum
Neue Lampe im östlichen Schankraum

Der alte Schlachthof von Wiesloch liegt an der stark befahrenen Ringstraße. In dem schönen Backsteingebäude mit den hohen Rundbogenfenster befindet sich nach gelungener Sanierung ein beeindruckendes Restaurant: Originale Hebezeuge des Schlachthofs prägen mit dem Stahltragwerk die Innenräume. Die originalen Guß-Stützen wurden von Kaibel&Sieber in Worms hergestellt. Zusammen mit der Einrichtung in den Gasträumen entsteht eine Aufenthaltsqualität, die die Geschichte des Gebäudes immerwährend präsentiert.

Nutzung (ursprünglich): 

Schlachthof

Nutzung (derzeit): 

Wirtshaus, Kaffeebar, Lounge

Geschichte: 

Der Wieslocher Gemeinderat fasste im Mai 1898 den Beschluss zum Bau eines Schlachthauses. Dieses wurde auf dem zur sogenannten Stadtmühle gehörigen Obstgarten gebaut. Die Baukosten waren mit 20.000 Mark veranschlagt. Im Juli 1900 wurde es seiner Bestimmung übergeben. Es gab einen Schlachthausverwalter, einen Schlachthausgehilfen und einen praktizierenden Tierarzt für die Fleischbeschauung.

Die Pläne von Bezirksbaukontrolleur Stöckinger wurden, da sie wohl für die damalige Zeit vorbildlich waren, von zahlreichen angefordert und dort vermutlich modifiziert realisiert.

Der heutige Schlachthof beherbergt Restaurant sowie einen Veranstaltungsraum, in dem regelmäßig Kleinkunstveranstaltungen stattfinden. Zudem ist darin die Kunstsammlung Kurt und Gertrud Lamerdin untergebracht.

Erbauer: 
Gemeinde Wiesloch
Architekt: 
Bezirksbaukontrolleur Stöckinger
Bauzeit / Umbauten: 
1899/1900
Quellen: 
Autor/in: 
Jürgen Herrmann