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Altes Gaswerk in Ludwigshafen Oggersheim

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Hauptfassade früher
Gesamtensemble
Umbauten an der Fassade
Das gesamte Gelände
Gebäude vom Hof aus gesehen
Gemauerter Fassadenschmuck
Verblasste Schrift der Vornutzer
Blick in den Keller
Wohnhaus
Wohnhaus von der Straße aus
ein weiteres Gebäude

Im Bogen der großen Buschweg-Brücke liegt heute das ehemalige Gaswerk. Mit seinen weißen und hellblau verzierten Fassaden ist es noch deutlich als ein industrielles Bauwerk aus dem frühen 20. Jahrhundert zu erkennen. Einige runde und Bogenfenster sind erhalten. Die großen Fenster an der Hauptfassade sind allerdings zugemauert. Andere Anbauten, wie ein Balkon und ein Treppenaufgang, sind kürzlich hinzugekommen. Der Stil ist noch von der Gründerzeit geprägt, hat aber einige Verzierungen des Jugendstils aufzuweisen.

Der Gebäudekomplex des ehemaligen Gaswerks umfasst auch das Wohnhaus, das gegenüber der Maschinenhalle liegt. Der Gaskessel wurde längst abgetragen.

Im Inneren ist das Maschinenhaus vollständig umgebaut, sodass man von der ursprünglichen Substanz bis auf wenige Betonträger und das Treppenhaus nichts mehr erkennen kann.

Nutzung (ursprünglich): 

Gaswerk

Nutzung (derzeit): 

Kleingewerbe

Geschichte: 

Oggersheim leistete sich 1909 ein eigenes Gaswerk, das in der Nähe des Bahnhofes erbaut wurde. Es bestand aus einem stählernen Gaskessel, einem Maschinenhaus und einem Wohnhaus. Bis auf den Gaskessel sind die Gebäude in ihrer Grundsubstanz erhalten.

Die Oggersheimer Gaswerke produzierten als städtischer Betrieb von 1909 bis 1936/37 Kokereigas aus Kohle. Danach wurde Oggersheim an das Ludwigshafener Gasnetz angeschlossen und das Gaswerk stillgelegt.

Auf dem Gelände siedelte nun die Farbenfabrik Ackermann & Schwind an. In den 1990er-Jahren befand sich hier u.a die Arbeitnehmer-Überlassungsfirma Rimab Durmus u. Kükrek GmBH und die Firma AL-TEC GmBH (Industrieanlagen und Schweißtechnik), die jedoch bald wieder umzog.
Das Gebäude wurde mehrfach umgebaut, Anfang 2009 wurde dabei vermutlich eine allegorische Reliefdarstellung (eine Mutter, die ein Kind versorgt) entfernt. Die großen Bogenfenster der Hauptfassade sind zugemauert, Heute befinden mehrere Firmen auf dem Gelände. Im großen Maschinenhaus ist die Firma KIT Isoliertechnik untergebracht, in den Nebengebäuden befindet sich die Glaserei Khan und der Reifenservice Yilmas.

Der Straßenname

Die Notwendestraße ist eine Straße, die zum Neubaugebiet Notwende im Norden von Oggersheim führt. Ihren Namen bekam die Siedlung im Jahr 1936, weil der Stadtrat von Oggersheim der Ansicht war, dass mit der Errichtung dieser Siedlung die größte Wohnungsnot von den Bewohnern abgewendet würde.

In der NS-Zeit wurde das bebaute Gemeindegebiet durch den Bau der Notwende als BASF-Werkssiedlung (1934–1937) erheblich erweitert. 1938 wurde Oggersheim der Stadt Ludwigshafen am Rhein eingemeindet.

Erbauer: 
Stadt Oggersheim
Bauzeit / Umbauten: 
1909
Quellen: 

Wikipedia

Autor/in: 
Friedemann Seitz, Barbara Ritter