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Eisengießerei Georg Röth GmbH & Co in Neckarelz

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Eisengießerei Röth
Eisengießerei Röth
Eisengießerei Röth
Eisengießerei Röth

Ende des 19. Jahrhunderts siedelten sich im Elzmündungsraum mehrere Fabriken der Metallindustrie an. Eine davon gibt es noch heute: die Eisengießerei Georg Röth GmbH & Co KG.

 

Nutzung (ursprünglich): 

Fabrikhallen einer Eisengießerei

Nutzung (derzeit): 

Fabrikhallen einer Eisengießerei

Geschichte: 

Der Betrieb geht auf die Firma "Gebrüder Ditté & Röth" zurück, die zu Beginn des Jahres 1891 von den beiden Brüderpaaren Georg und Johann Ditté sowie Georg und Wilhelm Röth gegründet wurde. Das Gelände für die Gießerei hatte man schon im Oktober 1890 erworben. Nur vier Jahre später wurde das Unternehmen von seinen Gründern geteilt. Johann Ditté erwarb ein der Fabrik unmittelbar benachbartes Grundstück, wo die Firma „Ditté & Söhne“ bis 1960 den Eisenguss betrieb. Georg Ditté und Georg Röth schlossen sich zur Eisengießerei "Ditté & Röth" zusammen und übernahmen die bestehenden Fabrikanlagen. Nach dem Ausscheiden von Georg Ditté führt die Firma seit 1899 den Namen „Georg Röth“. 1913 nahm der Betrieb auch den Maschinenbau auf und fertigte Kaltsäge- und Schleifmaschinen. Damals konnten Graugussmaschinenteile bis zu einem Stückgewicht von 10 t hergestellt werden. In dieser Zeit verfügte das Unternehmen bereits über 120 Arbeitnehmer.

Nach dem Tod des Firmengründers und seines Sohnes war die Fabrik in den Jahren 1946 bis 1953 an die Siemens-Schucker-Werke AG in Erlangen verpachtet. In jenen Jahren beschäftigte der Betrieb rund 270 Mitarbeiter und war der größte Arbeitgeber am Ort. Das Unternehmen besteht bis in die Gegenwart fort und stellt zur Zeit vor allem Grau- und Kugelgraphitgussteile her.

Eigentümer: 
Eisengießerei Georg Röth GmbH & Co
Baubestand: 

Mehrere Fabrikhallen aus der Zeit zwischen 1891 und 1914; die dem Firmengelände gegenüberliegende Fabrikantenvilla stammt aus dem Jahr 1914. Von der benachbarten Firma „Ditté und Söhne“ hat sich lediglich das zugehörige Wohnhaus aus dem Jahre 1909 als historisches Gebäude erhalten.

Quellen: 

Dietmar Cramer, Eisenverarbeitung in Neckarelz, in: Mosbacher Jahresheft 19 [2009], S. 92-130.

Autor/in: 
Sebastian Parzer