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Fassade und Verwaltungsbau der Schnellpressenfabrik Albert / KBA

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Fassade neben dem Verwaltungsgebäude
Albert-Emblem
Verwaltungsbau
Fassade gegenüber Firmenparkplatz in der Lambheimer Straße
Pforte in der Lambsheimer Starße
Portal des Verwalungsgebäudes
sogar die Kanaldeckel tragen das Albert-Emblem

Hinter den langestreckten Wänden mit teilweise historischen Fassaden-Elementen werden seit fast 150 Jahren hochwertige und innovative Druckmaschinen hergestellt. Zwei große historische Fassaden liegen zwischen Nachkriegs­gebäudeteilen, teilweise sind hinter den Fassaden Neubauten errichtet.

Die stark gegliederten und verzierten alten Außenwände haben zum Teil Sockel aus rotem Sandstein (Bruchstein). Die Ziegelflächen bestehen aus gelben Klinkern, die Lisenen, Friese, Fensterlaibungen und -bögen sowie die oberen Mauer-Abschlüsse sind aus roten Backsteinen hergestellt. Die Rundbogenfenster haben stark betonte, keilförmige Schlusssteine. Der rote Fries darüber ist als Zahnfries ausgebildet. Die Dach-Abschlüsse bestehen teils aus flachen, weitgespannten Bogenstücken, teils sind sie gestuft.

Der Bereich bei der Pforte ist in schlichterem Stil gebaut: Stichbogenfenster mit schmalen, roten Laibungen und großen Schlusssteinen, ein durchlaufendes Band in Höhe der Fenstersimse sowie oben und unten vorspringende Gurte; ein Teil überbrückt die Einfahrt.

Verwaltungsbau: Ein stattliches, dreigeschossiges Gebäude mit 17 Sprossenfenstern nebeneinander. Das Erdgeschoss besteht aus großen, bossierten, grauen Natursteinen. Die Obergeschosse haben eine verputzte, weiße Fassade mit leicht vorspringenden Wandpfeilern zwischen den Fenstern. Das große Walmdach hat zahlreiche Gauben. Links ist ein repräsentativer Eingang mit einer vierstufigen Freitreppe; über der Tür ist eine Plastik aus Muschelkalkstein mit einer Gutenberg-Buchdruckpresse, flankiert von zwei Knaben, und beiderseits davon große Voluten.

Nutzung (ursprünglich): 

Fabrikgebäude, Verwaltung

Nutzung (derzeit): 

Fabrikgebäude, Verwaltung

Geschichte: 

1861: Andreas Albert, ehemaliger Werkmeister bei Koenig & Bauer in Würzburg, und Andreas Hamm gründen in Frankenthal die Schnellpressenfabrik Albert & Hamm. Aus dieser entsteht später die Albert-Frankenthal AG, Aus einem anderen Zweig des gemeinsamen Betriebes entsteht die Heidelberger Druckmaschinen AG.

1899: Die Schnellpressenfabrik Albert & Cie. liefert die 5.000ste Druckmaschine aus. 1911 beginnt der Bau von Bogenoffsetmaschinen, 1928 werden die ersten Zylinder-Schnellpressen "Europa" für 15 verschiedene Formate gebaut. 1943 erzielte Albert 40% seines Umsatzes aus reiner Rüstungsproduktion (Granaten und Panzerteile). Bei dem schwersten Luftangriff auf Frankenthal im September

1943 blieb Albert vergleichsweise unbeschadet.

1952: Die "Super-Albertina" und die "Albertina" waren weltweit die meistgebauten Tiefdruck-Rotationsmaschinen.

1985 wird die erste über 3 m breite Publikationstiefdruckmaschine gebaut.

Seit 1990 gehört Albert & Cie (wieder) zu Koenig & Bauer. Die Unternehmensgruppe Koenig & Bauer (KBA) ist heute einer der größten Druckmaschinenhersteller der Welt. Im Koenig & Bauer AG - Werk Frankenthal entstehen die Hochleistungs-Falzwerke für alle KBA-Rotationsmaschinen sowie Akzidenz-Offsetrotationen der Compacta-Reihe. Rund 1.100 Mitarbeiter sind im KBA-Werk Frankenthal beschäftigt.

Eigentümer: 
KBA
Autor/in: 
Albert Gieseler und Barbara Ritter