Startseite »

Tabak-Museum Lorsch - vorm. Obstproduktenfabrik Mibelo

Druckversion
Das Museum ist gleich neben der karolingischen Königshalle - Bitte vergrößern!
Ehemalige Mibelo-Fabrik um 1965 - Quelle und Copyright: Heimat- und Kulturverein Lorsch e.V.
Inhaber-Wohnhaus und Büro der Mibelo-Obstproduktenfabrik um 1930 mit reichem Fassaden- und Traufdekor - Quelle und Copyright: Heimat- und Kulturverein Lorsch e.V.
Mibelo-Abfüllung um 1930 - Quelle und Copyright: Heimat- und Kulturverein Lorsch e.V.
Mibelo-Auslieferung um 1930 - Quelle und Copyright: Heimat- und Kulturverein Lorsch e.V.
Eingang zum Lager, heute Eingang zum Museum - Quelle und Copyright: Heimat- und Kulturverein Lorsch e.V.
Mibelo-Anzeige mit Signet - Bitte vergrößern - Quelle und Copyright: Heimat- und Kulturverein Lorsch e.V.
25jähriges Jubiläum 1932 - Quelle und Copyright: Heimat- und Kulturverein Lorsch e.V.
Stark veränderte Tabakscheune östlich von Lorsch
Denkmal von Siegfried Speckhardt vor dem Rathaus - Tabaknäherin - Vergrößern zum gesamten Denkmal!
Reklamefigur aus Holz im Eingangsbereich: Indianer trägt Tabakstangen
Blick über die beiden Museumsetagen
Tabakanbau
Tabakbindekasten mit zwei Fächern und Drückhebeln zum Zusammendrücken der getrockneten Tabakblätter für den Verkauf
Zigarrenroller-Tisch
Presse für die Zigarrenwickel in den Formkästen
Bilder von Arbeitern und Fabriken
Alter Tabakladen
Bauchladen
Größte funktionsfähige Pfeife der Welt
Porzellanpfeifen-Köpfe
Vitrine mit Tabaktöpfen
Zum Trocknen aufgenähter Tabak
Zigaretten-Automat
Pfeifensammlung
Pfeifensammlung

Das Tabakmuseum gehört zum Museumszentrum Lorsch und liegt direkt neben der karolingischen Torhalle. In der umgebauten Konservenfabrik treffen heute Lokal- und Weltgeschichte zusammen. Gezeigt wird der Weg vom Tabakbauern auf seinem Feld über alle Stationen bis zum Verkauf im alten Tabakladen, Bauchladen oder Automaten. Die Kulturgeschichte des Rauchens wird in Form zahlreicher Verpackungen und Pfeifen präsentiert. Die größte funktionsfähige Pfeife der Welt ist nicht zu übersehen.

Wer hierherkommt, bereitet sich am besten auf der Web-Seite des Museums vor. Dann bleibt genug Zeit zum Betrachten der großen Fülle an Dosen, Töpfen, Pfeifen, Bildern und alten Gerätschaften!

Andere Objekte in der Region mit Bezug zu Tabak, Zigarren oder Zigaretten sehen Sie hier:

Heidelberg: Alte Tabakfabrik Landfried

Hockenheim: Ehemalige GEG-Zigarrenfabrik in Hockenheim

Hockenheim: Tabak-Museum

Mannheim: Ehem. Badische Brauerei mit Ophyr-Zigarettenfabrik 

Rödersheim-Gronau: Sozialhistorisches Zigarrenfabrikmuseum der Pfalz

Hinweis: In der langen Bildreihenfolge kommen zunächst die historischen zur Obstprodukten-Fabrik, danach die aktuellen zum Tabak-Museum.

Nutzung (ursprünglich): 

Obstprodukten-Fabrik Mibelo

Nutzung (derzeit): 

Museum

Geschichte: 

Mibelo-Obstprodukten-Fabrik

Die Firma Michael Bechtold Lorsch (Mibelo) wurde 1907 gegründet und existierte bis 1956 oder 1957. Hergestellt wurden Konfitüren, Obstgelees, Fruchtsirup und Kunsthonig. Die 21 bis 24 Mitarbeiter waren festangestellt und über das ganze Jahr voll ausgelastet. Der Obstsaft, das Rohmaterial für die eigenen Produkte, kam aus der weiteren Region und Ost-Deutschland und wurde in Holzfässern angeliefert und gelagert. Kunden für die Produkte waren in ganz Deutschland, z.B. in Frankfurt, Darmstadt, Mannheim, Hamburg, Dresden oder auch München. Zu den Gebäuden gehörten zur Straße hin die Inhaber-Wohnung der Familie Bechtold, das Büro und das Lager der erstellten Produkte. Dahinter waren das Kesselhaus, die Fertigungsstätten und die Abfüll- und Verpackungsanlagen. (Quelle: Heimat und Kulturverein Lorsch e.V.)

Tabak-Museum

Seit 1680 ist der Tabakanbau in Lorsch nachweisbar.1859 wurde die erste Lorscher Zigarrrenfabrik gegründet. Großbetriebe errichteten Filialen. In der Produktion arbeiteten nach dem ersten Weltkrieg bei versch. Firmen über 2.000 Menschen. Zur Sozialgeschichte der Zigarrenfabrikation gehören Frauen-, Heim- und Kinderarbeit, Fabrik-Ordnungen sowie der teilweise Ersatz der Hand- durch Maschinenarbeit. Für Lorsch nicht belegt ist eine Arbeitervereinigung.

Die Tabelle nennt die Fabriken in der Reihenfolge ihrer Errichtung ab 1861 (Auszug aus einer Tabelle bei Platte 1999)

Gärtner und Neundörfer

Johann Adam Kilian

Adam Schönherr

Ludwig Auler, Bensheim

Hopf & Becker, Gießen

Alt & Döbner

Herzberger & Mainzer

Jakob Schäfer

N.u.A.Henkes & Co

J.Reiß, Mannheim

Carstanjen Söhne, Duisburg

Körber & Jakob

Ernst und Robert Jakob

Franz Geiger

Georg P.Gail

Tobias Ludwig

Johann Schneller

Adam Neumann

1985 schloß die letzte Fabrik in Lorsch, 1994 die letzte im benachbarten Lampertheim.

Viele interessante Details stehen auf der Web-Seite des Museums - und finden sich im Museum!

Bauzeit / Umbauten: 
1907 (?) als Fabrik, 1995 Umbau zum Museumszentrum
Quellen: 
  • Platte, Karlheinz , Das Tabakmuseum im Museumszentrum Lorsch, Lorsch 1999
  • Heimat- und Kulturverein Lorsch e.V.: Email-Mitteilung 12.4.2010
Autor/in: 
Jürgen Herrmann