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Verwaltungsgebäude „Shell-Haus“ – heute: Finanzamt Ludwigshafen

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Shellhaus
Fensterdekor
Vom Hof gesehen: Das Treppenhaus ist senkrecht betont
Von der Hofeinfahrt gesehen
Treppenhaus mit farbig gestalteten Fenstern
Das Treppengeländer ist noch original erhalten
Seitenansicht
Dekor
Portal
Ecke
Türdetail

Das Backsteingebäude in funktionaler, expressionsitisch inspirierter Architektur wurde als Verwaltungssitz der Rhenania-Ossag-Mineralölwerke (später Shell-Konzern) in den Jahren 1927/27 gebaut. Stufenförmig erhöht sich die Fassade des dreistöckigen Hauses zur Straßenkreuzung hin. Das Flachdach ist von keiner Stelle aus zu sehen, es gibt keine Dachtraufe die übersteht. Eine Metallkante bildet den Abschluss.

Die Ecke ziert eine geländerartige Befestigung, die an einen Schiffsbug erinnert. Das Erdgeschoss ist durch weit vorspringende Backsteindekoration betont waagrecht ausgestaltet, während die beiden Obergeschosse völlig glatt gemauert sind. Doch insgesamt sind die Fassaden durch die eng beieinander stehenden, horizontal gesprossten Fenster starkt waagrecht betont. Entlang der Mundenheimer Straße sind es 16 Sprossenfenster (mit jeweils 12 liegenden Fächern). Die Fassade in der Brahmsstraße hat nur 11 Fenster.

Den Eingang an der Mundenheimer Straße umrahmen gestaffelten Steinrippen. Eine dunkelbraune Holztür mit 8 quadratischen Kassetten und Oberlichtern im oberen Drittel führt ins Innere. Das Innere ist weitgehend umgebaut. Die Fenster des Treppenhauses sind betont senkrecht gestaltet und mit Buntglas dekoriert. Die farbigen Kreise, die wie von Hand aufgemalt wirken, sind jeweils unterschiedlich gestaltet. Sie stammen aus dem Jahr 1981 und sind mit "Unverzagt" signiert.

Vom Hof her ist der Bau weiß verputzt, nur das Treppenhaus ist dunkel abgesetzt und der Gebäudeflügel in der Brahmsstraße ragt mit Backsteindekoration auch in den Hof. Auch das niedrige Betonmäuerchen vom dem Haus ist mit Klinkern abgedeckt.

Nutzung (ursprünglich): 

Verwaltungsgebäude der Rhenania-Ossag-Mineralölwerke

Nutzung (derzeit): 

Seit 1981 dient es als Nebenstelle des Finanzamts.

Erbauer: 
Rhenania-Ossag-Mineralölwerke
Architekt: 
Rudolf Brüning aus Düsseldorf
Bauzeit / Umbauten: 
1926/27
Autor/in: 
Matthias Ehringer, Barbara Ritter