Wohnen

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  • Arbeitersiedlung, Direktoren- und Angestellten-Wohnhäuser sowie Schlafsaal der Chemischen Fabrik Rhenania in Mannheim-Rheinau

    Siedlung der Chemischen Fabrik Rhenania, Hallenstraße 3-5 (Foto: FB 61, Norbert Gladrow um 2010)

    Die schlichten zweigeschossigen Gebäude der Arbeitersiedlung Distelsand 3-7 sowie Hallenstraße 3-5 sind mit rot-braunen Backsteinen gemauert. Die Aufstockung mit dem großen Zwerchgiebel erfolgte zur Erweiterung der Wohnfläche erst zwischen den beiden Weltkriegen. Die relativ flache Neigung der Satteldächer wird dadurch stark von den Dachaufbauten mit Walmdächern dominiert. Die seitlichen Haupteingänge im Distelsand werden durch Lisenen betont, während in der Hallenstraße die Mittelachse durch Vertikalgliederungen hervorgehoben ist. Eine gleichmäßige Reihung der Segmentbogenfenster kennzeichnet die Fassaden.

  • Arbeiter-Wohnhäuser der HeidelbergCement AG in Leimen

    Werkswohnhäuser in der Zementwerkstraße

    „Wohnhäuser für brave und verdiente Arbeiter“ - das war die Idee des Firmenpatriarchen Friedrich Schott, als er 1900 aus seinem Privatvermögen die ersten 12 Reihenhäuser am Rande des Werks in Eigenarbeit und vollständig aus selbst gefertigten Betonsteinen und Betonziegeln errichten ließ. Die 1908 gebauten zweistöckigen Arbeiterhäuser in der Zementwerkstraße sind noch heute erhalten. Die Häuser sind mittlerweile modernisiert, die Giebelverzierungen sind entfernt, erhalten sind die Gärten und Bäume im Hinterhof mit mächtiger Industriekulisse.

  • Ehemaliges Verwaltungsgebäude des Rheinischen Braunkohlensyndikats in Mannheim

    Fassade an der Otto-Beck-Straße (Foto: FB 61 Norbert Gladrow)

    Die Dreiflügelanlage aus rotem Klinkermauerwerk entstand 1922-23 nach Plänen des Architekten Martin Elsässer (1884-1957). Dessen Lebenswerk umfasst zahlreiche Wohnhäuser, Kirchen, Schulen, Bäder, Krankenhäuser und Verwaltungsbauten. Von 1920-1925 war er Leitender Direktor der Kunstgewerbeschule in Köln, von 1925-1932 Leiter des Frankfurter Hochbauamts.

  • Bernhardushof in Mannheim (Katholisches Vereinshaus mit Arbeiterschlafsälen)

    Fassade des Bernhardushofs an der Breiten Straße (K 1,5), Foto: FB 61, Gladrow um 2010

    Die Anlage erstreckt sich von K 1,5 in der Breiten Straße bis zur rückwärtigen Bauflucht K 1,15, K 1,16 sowie K 1,17 (bis 1985: K 1,17, K 1,17a und K 1,17b). Als architektonischer Mittelpunkt wurde zwischen dem Trakt an der Breiten Straße und der rückwärtigen Kirchenstraße - gewissermaßen zwischen zwei Gebäuden - ein großer Versammlungsraum für 1500 Personen angeordnet. Der Hauptzugang des Bernhardushofs lag an der Breiten Straße.

  • Bopp & Reuther-Siedlung in Mannheim-Waldhof

    Bopp & Reuther-Siedlung, Lufbild um 2010

    Es handelt sich bei der Bopp & Reuther-Siedlung um den identischen Bautypus wie bei der kurz zuvor ebenfalls nach Entwürfen von Carl Reuther und Wilhelm Söhner entstandenen Draissiedlung. Die Anlage wurde an der Waldstraße zwischen der Alten Frankfurter Straße und damals noch existierender Sandtorfer Straße (heute Zufahrt zum Baumarkt) errichtet. Der nordwestliche Häuserblock wurde aus Rücksicht auf den Straßenverlauf schräg gestellt.

    Die sechs Blöcke sind aus gelben Backsteinen mit roten Zierklinkern erbaut. Jeder Block hat sechs Häuser mit jeweils sechs risalitartigen Treppenhäusern.

  • Carl-Benz-Haus in Ladenburg

    Anbau an der Südseite mit Treppengiebel

    Für die ersten Automobile hatten die Landstraßen von Mannheim über Ladenburg Richtung Bergstraße, Heidelberg und ins Neckartal eine besondere Funktion. Hier waren wahrscheinlich die ersten Dauerfahrt-Teststrecken für die Konstruktionen von Carl Benz. Auf ihrer mutigen Fahrt nach Pforzheim, der ersten Automobil-Fernfahrt überhaupt, kam Bertha Benz 1888 an dieser Stelle in Ladenburg vorbei. Ein räumlicher Abstand zu den wachsenden Benz-Fabriken in Mannheim war Carl Benz vermutlich recht. So gründete er in Ladenburg als neues eigenes unabhängiges Unternehmen die Firma C.Benz Söhne und siedelte mit seiner Familie hierher. Für ein angemessenes Wohnhaus sorgte wahrscheinlich Bertha Benz.

  • Siedlung der Chemischen Fabrik Rheinau in Mannheim

    Siedlung der Chemischen Fabrik Rheinau, Posthornweg 9, Haustyp II (Foto FB 61, Norbert Gladrow ca. 2010)

    In zwei Bauphasen wurden sieben Backsteinhäuser mit insgesamt 28 Wohnungen errichtet. Von den Gebäuden stehen heute noch drei. Der Typ I (Baujahr 1873), der auf die Chemische Fabrik Rheinau zurückgeht, ist nur noch mit einem einzigen Beispiel vertreten. Hierbei handelt es sich um das später verputzte und im mediterranen Stil farblich gefasste Haus Relaisstraße 156. Vom Typ II (Baujahr 1892, nach Übernahme des Unternehmens durch die Chemische Fabrik Rhenania) sind zwei Häuser erhalten: Posthornweg 9 und 11.

  • Draissiedlung in Mannheim-Waldhof

    Fichtenweg, Draissiedlung Luftbild um 2010

    Bei der Draissiedlung handelt es sich um denselben Typus wie bei der Bopp & Reuther-Siedlung. Wie dort geht der Entwurf auf eine Zusammenarbeit von Carl Reuther und Wilhelm Söhner zurück. Die beiden identischen dreigeschossigen Wohnblöcke sind aus gelbem Backstein mit roten Zierklinkern gemauert. Zur Südostseite haben die Fenster Klappläden.

  • Übernachtungsheim der Eisenbahnersiedlung am Rangierbahnhof Mannheim

    ehemaliges Übernachtungsheim, Franz-Grashof-Straße 30 (Foto: FB 61, Norbert Gladrow um 2010)

    Das zweigeschossige langgestreckte Übernachtungsheim trägt ein hohes Walmdach. Der mit roten Sandsteinbossen und Giebelaufbau verzierte Putzbau wird durch gekuppelte Fenster gekennzeichnet. Über dem breiten mittig angelegten Hauptzugang weist die Inschrift „Übernachtgebäude 1906” auf die Nutzung hin.

  • Siedlung der Einfamilienhaus-Rheinau GmbH in Mannheim

    Siedlung der Einfamilienhaus-Rheinau GmbH (Zwischen-Bruchsaler-Durlacher Straße) Luftbild um 2010

    Unweit der Relaisstraße als Hauptverkehrsachse wurden entlang der parallelen Durlacher Straße (ungerade Nummern 113 - 131) und Bruchsaler Straße (gerade Nummern 122 - 140) jeweils an einer Straßenseite und in der Zwischenstraße (Nr. 3 - 22) auf jeder Straßenseite fünf Doppelhäuser angeordnet. Die Siedlung besteht somit aus 40 traufständigen eingeschossigen Einzelbauten.

  • Die Ebertsiedlung in Ludwigshafen

    Rundung am Platz

    Die Großsiedlung des „Neuen Bauens“ aus den 1920er Jahren war und ist technisch und architektonisch herausragend. Wenn auch viele der bauzeitlichen Einrichtungen nicht mehr erhalten sind, so wird der Siedlung noch heute außergewöhnliche individuelle und soziale Gebrauchsfähigkeit und Akzeptanz zugesprochen.

  • Erlenhof-Siedlung in Mannheim

    Erlenhof heute: nach der Sanierung in Originalfarben

    Der oftmals als „Wiege der GBG“ bezeichnete Erlenhof war das erste Projekt der 1926 gegründeten Gemeinnützigen Baugesellschaft. Das größte Neubauprojekt nach dem Ende des Ersten Weltkrieges in Mannheim entstand auf einem rund 25.000 m² großen Areal am nördlichen Rand der Neckarstadt. Nach nur einem Jahr Bauzeit konnten die 50 viergeschossigen Häuser im April 1927 bezogen werden.

  • Experimentelle Ludowici-Häuser, Siedlungshäuser und Villen in Jockgrim

    Kugelhaus.

    Wer durch den Besuch des Ziegeleimuseums sein Auge geschärft hat, wird in Jockgrim und Umgebung viele z. T. außergewöhnliche Produkte der Fabrik erkennen können. In unmittelbarer Nähe des Fabrikgeländes sind noch etliche Muster- und Siedlungshäuser erhalten, die sich in den 1920er Jahren die Arbeiter bauen konnten.

  • Eisenbahnersiedlung des Zentralgüterbahnhofs im Mannheimer Handelshafen

    Neckarspitze 4 (Foto 2011)

    30 Jahre nach Baubeginn der Arbeitersiedlung wurden 1904 am südlichen Rand in der Neckarspitze die letzten Häuser errichtet. Wegen der besseren Grundstücksausnutzung entschloss sich der Bauherr für Geschosswohnungen mit zwei Einheiten pro Stockwerk. Die dreigeschossigen schlichten Backsteinhäuser weisen nur sparsamen architektonischen Schmuck auf, wie z.B. Sandsteinsockel oder Sandsteinrahmung von Haustüren und Fenster.

  • Ehemalige Filzfabrik Hess in Speyer, Wohn- und Gewerbepark

    Das zu Wohnungen umgebaute Produktionsgebäude

    Die St. German-Straße südlich des Doms ist ein beschauliches Wohngebiet - bis man auf das Tor der „Melchior Hess Filzfabrik“ trifft. Hier beginnt ein ehemaliges Industrieareal, das sich im Umbruch zu einem Wohn- und Gewerbe-Park befindet. Links steht ein zweistöckiges Pförtnerhaus, das mit seinen vielen Gauben und dem tief gezogenen Dach sehr verspielt wirkt.

  • Gaswerksiedlung Mannheim-Luzenberg

    Gaswerksiedlung, Straßenfassade eines zweistöckigen Haustyps (Foto 2011)

    Das Hochbauamt staffelte die einzelnen vollunterkellerten 7 Blöcke sowohl in ihrer Lage, in ihrer Länge als auch in ihrer Höhe und erhielt damit eine malerische Rhythmisierung. Hinter den straßenseitigen zweistöckigen Häusern ordnen sich versetzt dreistöckige an.

  • Gewehrschäftefabrik J.Friedrich

    Gravur von J.Friedrich über dem Eckfenster im Erdgeschoß

    „Speciallager in DEUTSCH-NUSSBAUMHOLZ rund und geschnitten für alle Industriezweige” bot Julius Friedrich auf der mehrsprachigen Visitenkarte seiner Gewehrschäftefabrik. Sein dampfbetriebenes Sägewerk lag auf der Rückseite des Weinheimer Bahnhofs am Bahnübergang der Straße nach Viernheim/Mannheim.

  • Weinheimer Gummiwarenfabrik Weisbrod & Seifert

  • Die Kolonie - Arbeiterwohnsiedlung in der Nordstadt von Weinheim

    Kolonie zur Nordstraße

    Die nach Westen baulich offene, u-förmige Anlage wird charakterisiert durch große Gauben und eingebundene Giebel in den Fassaden zu den Straßen. Bei der Modernisierung 1985 sind die Nutzgartenhäuschen verschwunden. Das zuvor offen liegende Holz- und Backsteinwerk wurde von Putz abgedeckt. Die Fenster sind seither ungeteilt.

  • Villa Hermannshof mit Schau- und Sichtungsgarten in Weinheim

    Westseite des Seminarhauses mit Terrasse

    Zum Ensemble „Hermannshof” gehören das klassizistische Herrenhaus (heute Seminarhaus) mit Erd- und Obergeschoß sowie den übergiebelten Mittelrisaliten, das ehem. Gärtner- oder Nebenhaus sowie der 2,2 ha große Garten. Die Benennung erinnert an Hermann Ernst Freudenberg (1856-1923), der hier als wichtiger Weinheimer Unternehmer seinen sehr repräsentativen Wohnsitz hatte.

  • Jutesiedlung in Mannheim

    Jutesiedlung, links unten das ehemalige Mädchenwohnheim, am rechten Bildrand die sog. Gruppenhäuser, Luftbild um 2010

    Auf einer Fläche von ca. 17.000 qm entstanden ab 1898 insgesamt 120 Wohnungen. Jedes Haus verfügt über ein ca. 340 qm großes Grundstück. Wie bei der älteren Zellstoffsiedlung entstand der überwiegende Teil der Jutesiedlung nach dem Mülhausener Schema mit Kreuzhäusern, d.h. die Brandwände im Innern eines Gebäudes bildeten ein Kreuz.

  • Die „Kolonie”: BASF-Arbeitersiedlung in Ludwigshafen-Hemshof

    Zwei Eingänge an einer Giebelseite

    „Die Kolonie” ist die älteste Werkssiedlung in Ludwigshafen. Streng in Reihen angeordnet sind die absolut gleichförmigen, auffallend niedrigen und meist dunklen Backsteinhäuser mit grünen Klappfensterläden direkt zu Füßen der BASF-Hochhauses. Trotzden gilt sie als „idyllische Oase” oder „kleines Paradies”. Und jedes Haus ist doch anders: umzäunte Gärten, Blumenschmuck, Grills, Fahnen, Müllereimer und Gartenzwerge, überdacht von hohen Platanen.

  • Landschaftspark von Gienanth und Herrenhaus, Eisenberg

    Ein zeitgenössisches Gemälde des Werks mit See und Park (Quelle: landschaftspark-von-gienanth.de/historie)

    Die eindrucksvolle Gesamtanlage aus modernem Metallbetrieb, klassizistischem Herrenhaus, Hammerweiher und Landschaftspark ist ein erhaltenswertes Zeugnis der frühindustriellen Entwicklung in der Pfalz. Die imposante Gießerei erstreckt sich im engen Tal, zunächst mit vielen modernen Gebäudekomplexen. Je weiter man sich von der Gemeinde Eisenberg Richtung Ramsen entfernt, umso älter werden die Gebäude, bis man schließlich das 1882 errichtete Verwaltungsgebäude erreicht, an das sich das in altrosa gestrichene Herrenhaus mit Hofgebäude anschließt.

  • Wohnhäuser Heinrich und Julia Lanz in Mannheim

    Mannheim-Innenstadt, A 2,6 um 2010 (Foto: FB Städtebau, Norbert Gladrow)

    Die beiden dreigeschossigen Gebäude unterscheiden sich durch die Fassadengestaltung.
    Das ältere Wohnhaus A 2,6 ist ein monochromer Putzbau im Stil der Neorenaissance. Der heutige cremefarbene Anstrich erfolgte auf der Grundlage einer restauratorischen Befunduntersuchung. Im Erdgeschoss befindet sich die Durchfahrt in den Hof und ein separater Zugang für Fußgänger.

  • Villa Karl und Gisella Lanz in Mannheim-Oststadt

    Mannheim-Oststadt, Erzbergerstraße 18 um 2010 (Foto: FB Städtebau, Norbert Gladrow)

    Das viergeschossige Palais steht auf einem hohen Sockelgeschoss. Das obere Geschoss ist als Mezzaningeschoss ausgebildet und durch ein kräftiges Kranzgesims von den unteren Stockwerken getrennt. Hier im Dachbereich sind die frühesten und umfangreichsten baulichen Änderungen zu verzeichnen.

  • Alte Mühle und Jugendstil-Herrenhaus von Dudenhofen

    Straßenfront des Mühlenturms

    Wie ein Schloss überragt das viergeschossige Backsteingebäude mit seinen Zinnen und Lisenen die sonst überwiegend niedrigen dörflichen Gebäude der „Spargelgemeinde” Dudenhofen. Gleich nebenan zieht das gelbe Jugendstilhaus mit Treppengiebel, einem Türmchen unter glasierten grünen Ziegeln und sandsteingerahmten Fenstern die Aufmerksamkeit auf sich. Hohe Bäume und viel Grün ringsum verstärken das Gefühl von „verwunschenem Park”.

  • Mädchenwohnheim Mannheim-Sandhofen

    ehem. Mädchenwohnheim, Fassade an der Sandhofer Straße (Foto 2011)

    Das fast 100 m lange Gebäude bildet den städtebaulichen Abschluss der kleinteiligen Jutesiedlung. Ursprünglich zog sich das Grundstück mit einem großen Garten bis zu den Schienen der Sandhofer Vorortbahn, die dieselbe Streckenführung hatte wie die heutige Straßenbahn. Aus diesem Grunde liegt der Hauptzugang an der Rückseite des Gebäudes im Juteweg.

  • Alte Papierfabrik Ebertsheim – Ein alternatives Wohn- und Arbeitsprojekt in der Pfalz

    Haus

    Im Eisbachtal, zwischen Grünstadt und Eisenberg gelegen, überragt ein Fabrikschornstein das kleine gemütliche Dorf. Die über 100 Jahre alte Papierfabrik Eduard Mann war hier bis zu ihrer Stilllegung 1982 der wichtigste Arbeitgeber. Das große Fabrik-Areal mit seinen vielfältigen Werksteilen, Hallen, Lagern und Anlagen, aber auch die Häuser, Gärten und Freiflächen belebt seit über 20 Jahren ein gut funktionierendes alternatives Wohn- und Arbeitsprojekt.

  • Villa Pakheiser in Mannheim

    Vereinshaus der „Räuberhöhle”, Foto FB 61 (Norbert Gladrow) um 2010

    Das zweigeschossige mit hellem Sandstein verkleidete Gebäude, das auf einem roten Sandsteinsockel steht, zählt in der Oststadt zu den wenigen Bauten des Historismus, die den Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschadet überstanden haben. Nur der Helm des mächtigen Turms, der sich über dem repräsentativen Treppenhaus erhebt, gehört zu den Kriegsverlusten des Hauses.

  • Direktorengebäude der Pfälzischen Mühlenwerke in Schifferstadt

    2014: die frisch renovierte ehemalige Direktorenvilla - ein Schmuckstück inmitten des Gewerbegebiets

    Die Wurzeln der Pfälzischen Mühlenwerke (siehe in Mannheim) liegen im pfälzischen Schifferstadt. Von der Schifferstadter Industriemühle sind nur zwei kleinere Bauten erhalten: die ehemalige Direktorenvilla und das Direktionsgebäude der Mühle. Die schon 1912 verlassene Mühle hatte eine bewegte Geschichte bevor sie 1971 restlos abbrannte.

  • Papyrussiedlung in Mannheim

    Papyrussiedlung, Neurottstraße, Luftbild um 2010

    Zur Siedlung gehörten ursprünglich 20 zweigeschossige vollunterkellerte Putzbauten, die zu Zweier- oder Dreierblöcken aneinander gebaut sind. Der Gebäudeblock für die Meisterwohnungen sowie der direkt westlich daran anschließende sind nicht mehr existent. Der Wohnraum unter den Walmdächer erhält durch Zwerchhäuser und Gauben Belichtung und mehr Volumen. Jedes Geschoss hat zwei Wohnungen.

  • Siedlung der Rheinischen Gummi- und Celluloid-Fabrik in Mannheim-Neckarau

    Siedlung der Rheinischen Gummi- und Celluloid-Fabrik Luftbild 2010

    Die ca. 8000 qm große Siedlung bildet durch Vor- und Rücksprünge der Häuser und des Straßenverlaufs eine interessante städtebauliche Anlage. Die beiden Bauten am südlichen und nördlichen Ende in der Wilhelm-Wundt-Straße sowie in der Schwingstraße stellte der Architekt jeweils quer und erzeugte damit einen tor- und hofähnlichen Charakter. Bei den vier mittleren Doppelhäusern erhält die Straße durch Ausweitung eine platzartige Anmutung.

  • Siedlung Reiherplatz mit Gaslaternen in Mannheim

    Das Torhaus als Eingang zum Wohnhof Reiherplatz

    Die Siedlung um den Reiherplatz ist eine malerisch angelegte Wohnanlage mit Torhäusern, Wohnhof und originalen Gaslaternen, die die Stadt Mannheim als erste „Kleinwohnanlage“ direkt nach dem 1. Weltkrieg in Eigenregie errichtet hat. Das Ensemble ist mit seinen zwei und drei Stockwerke hohen Reihenhäusern vollständig erhalten. Alle Häuser sind in einem tiefen Gelb oder in einem warmen Rot gestrichen, die Klappläden sind grün. Mansarden im gestuften Walmdach und Zwerchgiebel gliedern den großen Komplex, der von viel Grün und hohen Bäumen umgeben ist.

  • Spiegelkolonie Mannheim

    letzte Wohnzeile der ehemaligen Spiegelkolonie (Foto: FB 61, Norbert Gladrow)

    Die ca. 4 km vom Mannheimer Stadtzentrum entfernt liegende Siedlung umfasste ursprünglich 19 Wohnblöcke mit insgesamt 366 Wohnungen, darunter 14 einzelne, 39 zweistöckige und 313 im Erd- ober Obergeschoss gelegene. Von diesen steht nach Verlusten im Zweiten Weltkrieg und umfangreichen Abbrüchen in der Nachkriegszeit heute nur noch eine einzige Wohnhauszeile, nämlich die in der Rue de St. Quirin 134-154 (nach dem Ersten Weltkrieg Graf-von-Brauer-Straße; heute Spiegelstraße 31-51).

  • Ehemaliges Zentralumspannwerk in Ludwigshafen

    Treppenhaus und Eingang mit markanten gebogenen Fenstern

    Das repräsentative expressionistische Bauwerk diente Jahrzehnte lang der Elektrizitätsversorgung Ludwigshafens sowie der Stadtverwaltung. Hier waren die Schaltanlagen, eine große Kommandozentrale und die Verwaltung untergebracht. Jetzt wird es zu Wohnungen umgebaut. In dem Gebäudekomplex waren zwei Nutzungen vereint und architektonisch geschickt voneinander getrennt.

  • Villa Leinenkugel

    Villa an der Bergstrasse

    Dieses Wohnhaus gehörte Philipp Leinenkugel, dem Inhaber der Stuhl-Fabrik Ph.Leinenkugel. Seine Werkhallen wurden abgerissen. So ist dieses Gebäude die letzte gemauerte Erinnerung an diesen so produktiven Weinheimer Unternehmer.

  • Ehemalige Waggonfabrik Fuchs - Wohngebiet

    Die alten Fassaden der Werkshallen

    Auf dem Areal der ehemaligen Waggonfabrik Fuchs in Heidelberg-Rohrbach ist ein neues Wohnviertel entstanden, das Teile der historischen Fassaden erhalten und harmonisch in die neue Architektur eingebunden hat. Es nennt sich nach dem etwas abseits stehenden blauen Stahlwasserturm „Quartier am Turm“.

  • Wislicenusblock (Arbeiterwohnanlage der BASF) - „Neue Hofgärten” in Ludwigshafen

    Rückwärtiger Zugang mit Kriegsdenkmal

    Barock inspiriert wirkt die ausgedehnte, symmetrisch gestaltete Wohnanlage, deren neun Blocks sich um drei große Innenhöfe gruppieren. Die dreigeschossigen ockerfarbenen Putzbauten mit ausgebauten Mansardenwalmdächern wirken herrschaftlich. „Schloss von Ludwigshafen“ bezeichnete sie treffend Dr. Schuber von der Luwoge, der diese Anlage fast 100 Jahre gehörte.

  • Westendsiedlung in Ludwigshafen

    Doppel-Eckhaus mit Laden und Gastronomie

    n der Friedrich-Lux-Straße ist der Charakter der Westend-Siedlung noch am besten erhalten. Hier sind die Häuser quergestreift und wirken geradezu spartanisch, aber gleichzeitig extrem modern und stylisch. Diese Häuserzeile ist die südliche Seite eines großen Siedlungquadrats, das von der Bürgermeister-Kutterer-Straße, der Benckiser-Straße und der Westend-Straße gebildet wird.

  • GEG-Zigarrenfabrik in Hockenheim - heute Wohnungen

    Ecke Bunsen- und Hilda-Straße

    Aus 57 großen Sprossen-Fenstern blickt das große Gebäude mit seiner symmetrischen Front auf den Stadtpark. Das Dach zieren Gauben und Ecktürme, aber kein Eingang ist auf dieser Präsentier-Seite zu finden. Ebenso ist die Seite zur Hildastraße gestaltet. Die Eingänge zu dem Gebäudekomplex liegen im Innenhof der dreiflügligen Anlage, die als größte und bedeutendste Zigarrenfabrik Hockenheims ein Dokument der regionalen Wirtschaftsgeschichte darstellt.

  • Zellstoffsiedlung in Mannheim

    Zellstoffsiedlung, Luftbild um 2010

    Die heute noch existierenden acht Häuser der Zellstoffsiedlung sind nur ein kleiner Rest der ursprünglichen Anlage. Außer den Familienwohnungen hatte die Fabrik für ihre unverheirateten Arbeiter noch 12 Schlafsäle mit zusammen 375 Betten errichtet. Für die Benutzung wurde einschließlich der Bett- und Handwäsche 1 Mark im Monat fällig. Von diesen Gemeinschaftshäusern steht heute keines mehr.

  • Villa des Zimmermanns - heute Metallrecycling

    Ungewöhnliche Erscheinung im Industriehafen

    Stat. 02Wie kommt ein so überbordend geschmücktes Fachwerkhaus in ein Industriegebiet? Es ist 1901 als Wohn- und Büro-Haus des Zimmermeisters Peter Dostmann entstanden. Mit dem Krüppelwalmdach, Zierfachwerk, Türmchen und Erkern hat er im Industriehafen sein handwerkliches Können unter Beweis gestellt – ein „gebauter Katalog“.


    zur Tafel 03:
    Lagerhaus, Industriestraße 51a, 30 m
    Bitte Vorsicht beim Überqueren der Straße!

  • Altes Klärwerk in Mannheim

    Pumpenhaus

    Das erste Klärwerk Mannheims – bestehend aus sechs Klärbecken, zwei Pumpenhäusern und einem Wasserturm sowie dem Wohnhaus des Klärwerksmeisters - ist fast vollständig erhalten, obwohl es 25 Jahre brach lag. Heute wird es als Künstleratelier und Ausstellungsraum der städtischen Wasserwirtschaft genutzt. Ein Areal von 10.000 Quadratmeter gehört zu dem Ensemble der norddeutschen Backsteingotik mit Jugendstilelementen, das im Vergleich zu der in Sandhofen 1973 neu erbauten Kläranlage geradezu malerisch wirkt.


    Zur Tafel 26:
    Grün und Bilfinger, Diffenéstraße 14, 600 m
    Die Diffenéstraße zurück Richtung Stadt. Die Straßenseite wechseln.