Über uns

Um was geht es bei Industriekultur?

Industrie macht nicht nur Dreck und Krach. Sie ist Teil unseres Lebens, ob wir es wollen oder nicht. Fabriken, Häfen, Arbeitersiedlungen: sie gehören zur Geschichte und Tradition der Rhein-Neckar-Region.

Die Industrie und die Leistungen ihrer Pioniere, Architekten, Arbeiterinnen und Arbeiter waren und sind prägend für unsere Städte und Gemeinden. Wir setzen uns dafür ein, dass die baulichen, technischen und künstlerischen Zeugnisse der Industriekultur erhalten bleiben. Zahlreiche Beispiele von neuer Nutzung alter Gebäude zeigen, dass es hervorragend geht.

Und wir wollen, dass die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen nicht vergessen werden. Die industrielle Produktion hat und hatte erhebliche Auswirkungen auf Mensch und Natur, auf unser Wirtschaftssystem und die sozialen Verhältnisse.

Der Verein Rhein-Neckar-Industriekultur will

  • die vielfältigen  Objekte der Industriekultur in der Metropolregion bekannt machen
  • das Wissen über die Industriegeschichte in unserer Region sammeln. Dazu gehören auch die Arbeits- und Lebensverhältnisse
  • alle Aktivitäten im Bereich Industriekultur vernetzen
  • mit zahlreichen Veranstaltungen zeigen, wie vielfältig und interessant Industriegeschichte sein kann. Wir führen zu unbekannten Orten und erzählen spannende Geschichten

Unsere Arbeit

Der Verein Rhein-Neckar-Industriekultur wird von interessierten Privatpersonen in bürgerschaftlichem Engagement getragen. Wir haben die Idee 2007 entwickelt, seit Frühjahr 2009 bildet der gemeinnützige Verein „Rhein-Neckar-Industriekultur e. V.“ den organisatorischen Rahmen.

Große Bekanntheit erreichten wir 2011 durch die Schiffstouren im illuminierten Industriehafen im Rahmen der Nacht der offenen Museen.

Titel Konsum-BroschüreWertschätzung erfährt unsere Arbeit auch von so wichtigen Institutionen wie dem Mannheimer Technoseum. Bei dessen großer Landesausstellung zur Geschichte der Arbeiterbewegung 2013 waren wir offizieller Kooperationspartner und konnten in einer Sonderschau die Geschichte der Konsumgenossenschaft in unserer Region darstellen.

In Kooperation mit dem Stadtarchiv haben wir einen beschilderten Rundweg um den Industriehafen entwickelt. Die Stadt Mannheim hat dafür in ihrem Etat einen besonderen Posten eingestellt. 2014 wurden die „Wege zur Industriekultur“ mit 30 Tafeln und Panoramen eingeweiht.

Broschürentitel TdI 20152015 haben wir mit großem Erfolg die ersten kulturell und touristisch anspruchsvollen „Tage der Industriekultur“ in der Region veranstaltet. Auch bei den zweiten Tagen 2017 waren sämtliche 40 Veranstaltungen ausgebucht. Wir werden dieses Format mit einer Vielzahl von Events alle zwei Jahre fortsetzen.

In zwei Fotoausstellungen im Technoseum präsentierten wir Industrie-Ästhetik. Bei der ersten Ausstellung 2014 zum Thema „Industriehafen“ waren u.a. Aufnahmen des renommierten Mannheimer Fotografen Robert Häusser zu sehen. Bei der zweiten Ausstellung 2018 mit dem Thema „Wassertürme, Wasserwege“ wurden die Teilnehmer/innen ausgelost. Ein gelungenes Experiment.

Parallel dazu haben wir unseren Programm-Schwerpunkt in der zweiten Jahreshälfte 2018 auf das Thema „Wasser“ gelegt.

2018 beteiligten wir uns mit 22 Veranstaltungen am rheinland-pfälzischen Kultursommer, der unter dem Motto „Industriekultur“ stand.

Unsere  Angebote

Wir betreiben diese Webseite, auf der wir bereits über 300 interessante Objekte beschrieben und fotografiert haben. Um möglichst aktuell zu bleiben, verweisen wir auf Webseiten von Museen, Archiven und historischen Vereinen, sowie Veranstaltungen und Betreibern der Standorte industrieller Aktivitäten. Für diese Webseite hat uns das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz im Jahr 2016 seinen Internetpreis verliehen. Das ist die höchste Auszeichnung in diesem Bereich in Deutschland.

Der Verein Rhein-Neckar-Industriekultur will außerdem mit seinem reichhaltigen Programm das vielfältige Kultur-, Bildungs- und Freizeit-Angebot unserer Region bereichern. Es ist eine Anregung für Alteingesessene wie für Zugezogene, für auswärtige Touristen und „Metropolitaner“, die ihre Region kennen lernen wollen.

Mitmachen!

Sind Sie neugierig  geworden? Wir sind ein sehr kleiner, aber äußerst aktiver Verein. Und wir freuen uns über alle Interessierten, die uns bei unserer Arbeit unterstützen. Hilfe benötigen wir vor allem auf den Gebieten:

Recherchieren: Sie graben sich durch das Web oder Papier-Archive. Sie sind auf der Spur von gebauten Objekten, historischen Persönlichkeiten, früheren technischen Einrichtungen, alten Werbekonzepten, Fotos oder Dokumente.  Nützlich sind auch persönliche Gespräche in zu beschreibenden Objekten. Dort oder in der Nähe trifft man fast immer jemanden.

Objekte beschreiben: Die „Produkte“ der Recherche in ansprechende Texte fassen, Fotos und Dokumente aufbereiten und ins Web einpflegen. Das sind mehrere Aufgaben, die man sich auch teilen kann.

Exkursionen leiten: Zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Bus oder auf dem Schiff gilt es, einer Gruppe Interessantes erlebnisreich darzubieten. Zur Vorbereitung gehören, sich die Informationen anzueignen, Medien auszudenken und herzustellen, sich auf die zu erwartende Gruppe (Alter, Interessenlage) einzustellen.

Berichte von Veranstaltungen schreiben und mit ein paar Fotos in Web stellen.

Ausstellungen managen: das geht vom Ideen entwickeln bis zum Nagel einschlagen. Eine Fülle organisatorischer und handwerklicher Tätigkeiten.

Kontakte herstellen und pflegen: Multiplikatoren, Zeitzeugen, Spender: Jeden auf eine ihm entsprechende Weise mündlich, schriftlich, persönlich anzusprechen und für unsere Ziele zu gewinnen oder gar zu begeistern.

Werbung machen, Büchertisch betreuen, Info-Stand organisieren, Programmhefte und Flyer verteilen an Auslegestellen bringen. Wer sich alleine nicht traut oder lieber im Team arbeitet, findet bei uns immer Gleichgesinnte.