Verlorene Schätze

Vortrag mit historischen Fotos

am Mittwoch, 7. 12. um 18 Uhr in der Abendakademie Mannheim

Verlorene Schätze, historische Fotos

Was erinnert noch an das Strebelwerk, die Zündholz, die Schimag-Werft oder an das Habereckl-Brauhaus? Gemeinsam zeigen Volker Keller vom Verein Stadtbild Mannheim und Barbara Ritter vom Verein Rhein-Neckar Industriekultur die Substanzverluste der 1980er und 90er Jahre in Mannheim auf. Eine ganz spezielle Erinnerungstour durch das Mannheim vor 30 Jahren.

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Altes Klärwerk

Atelier von Rüdiger Krenkel - Großes Pumpenhaus Foto: Elsa Hennseler-EtteKunst und Technik im Lichterschein

„Zauberhaft“ war wohl das meist gebraucht Wort im Alten Klärwerk. Der Bildhauer Rüdiger Krenkel und Rhein-Neckar-Industriekultur hatten Mitte November zum einem Abend im Lichterschein eingeladen. Hunderte Kerzen auf geschmiedeten Ständern und mehrere große Feuerkörbe und –Schalen hat Rüdiger Krenkel und seine Lebensgefährtin Elke entflammt. Licht und Schatten faszinierten auf den Backsteingebäuden und den filigranen Kunstwerken. Das Duo Nelsens Rose untermalte die Stimmung mit Gesang, Gitarre und Geige. Rüdiger Krenkels Stahl- und Stein-Arbeiten werden selten in Galerien ausgestellt, schon allein wegen Ihrer Größe. Interessenten können jedoch problemlos einen Termin mit ihm vereinbaren. Es gibt auch kleinere Kunstwerke. Und übrigens hat der Ort – das alte Klärwerk - auch tagsüber ein unglaubliches Flair.


Veranstaltungsreihe: Industriekultur und Migration

Vielfalt im QuadratVielfalt im Quadrat

Wanderarbeiter – Gastarbeiter – Migranten: gleich wie sie bezeichnet werden, praktisch seit Beginn der Industrialisierung leben in unserer Region auch ausländische Arbeiterinnen und Arbeiter, die hier ein neues Zuhause fanden.

  • In den 1850ern entsteht die komplett französische Spiegelkolonie als erste Arbeitersiedlung,
  • In den 1870ern bauen französische Kriegsgefangene den Hafen aus,
  • Seit 1900 arbeiten polnische und italienische Mädchen bei der Jutefabrik,
  • in der NS-Zeit leisten Tausende „Fremd“-Arbeiter*innen Zwangsarbeit,
  • seit den 1960ern werden italienische, spanische, griechische, türkische und jugoslawische Gastarbeiter angeworben.

Viele große Betriebe in der Region sind von Ausländern gegründet worden. Z.B.  Eichbaum, Giulini, Sunlicht, Hutchinson, Spiegel, BBC… Das sind oder waren ausländische Unternehmen.

Diese und andere Themen greift unsere Veranstaltungsreihe auf. Unser Verein will damit einen Beitrag gegen die zunehmende Fremdenfeindlichkeit leisten. Den Auftakt machten wir in den Bündnisaktionstagen „Vielfalt im Quadrat“. Unsere Reihe läuft ein ganzes Jahr und wird bis zu den Tagen der Industriekultur im August 2017 fortgesetzt.

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Feierliche Preisverleihung

Preisverleihung DND in Görlitz (Foto: Schrimpf)Internetpreis an Rhein-Neckar-Industriekultur e.V.

Feierlich ging es im Görlitzer Theater bei der Verleihung der Preise durch das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz zu. Am 24. Oktober bekamen die Vertreterinnen unseres Vereins die Urkunde für den Internetpreis ausgehändigt.

Insgesamt wurden 10 Preise vergeben, darunter erfreulicherweise drei, die sich mit Industriekultur befassen: außer RNIK wurde auch Susanne Werling (SWR) für den Film über Industriedenkmäler im Südwesten geehrt, sowie Markus Clauer, Autor bei der Rheinpfalz, der z.B. über das BASF-Hochhaus, die „Tortenschachtel“ und die Multihalle schrieb. (Foto A. Schrimpf)


Preis für Denkmalschutz

Logo Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz Große Freude!

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz hat uns, dem Verein Rhein-Neckar-Industriekultur den „Deutschen Preis für Denkmalschutz“ für unseren Internetauftritt verliehen. Das ist die höchste Auszeichnung in diesem Bereich in Deutschland. Schirmherr des Nationalkomitees ist der Bundespräsident. Das bei der „Beauftragten der Bunderegierung für Kultur und Medien“ angesiedelte Nationalkomitee ehrt damit - wie es in dem Brief aus Berlin heißt - die „ambitionierten Internet-Aktivitäten, mit denen sie zahlreiche Interessierte zu einer unmittelbaren und direkten Begegnung mit den Bauwerken animieren und ihnen niederschwellig einen digitalen Reiseführer zur Industriekultur in der Region anbieten.“ Der Preis ist mit 2.500.- Euro dotiert. Die Preisverleihung wird am 24. Oktober 2016 in Görlitz stattfinden.

www.dnk.de/denkmalschutz_preise/n2393

Glückwünsche trafen ein von Helen Heberer, Landtagsabgeordnete a.D. und neue Leiterin des Ortskuratoriums Mannheim bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: „Danke für große Begeisterungskraft, Fachkenntnis und Durchhaltevermögen an alle Engagierten – und herzlichen Glückwunsch zu diesem hochrangigen Preis!“.

Der Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Dr. Peter Kurz, zeigte sich ebenfalls erfreut: „Mit dem Internet-Auftritt beweisen Sie modernes bürgerschaftliches Engagement und rücken Mannheim als Stadt der Industriekultur in der öffentlichen Wahrnehmung hervorragend ins Blickfeld“.

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Verlust am Industriehafen

Der Industriehafen ist wieder um eine prägende Landmarke ärmer geworden: Die über 100 Jahre alte Pflanzenbutterfabrik, das Brillux-Gebäude, ist überraschend abgerissen worden. Es stand nicht unter Denkmalschutz. Der Farben-Firma sei das Gebäude für ihre Bedürfnisse nicht mehr tauglich gewesen. Es soll durch einen Neubau „ersetzt“ werden.

Wir lassen die Tafel Nr.1 im Rahmen des Rundwegs um den Industriehafen jedoch stehen.

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Spende für Flüchtlinge im Industriedenkmal

Symbolisch übergab Barbara Ritter vom Verein Rhein-Neckar-Industriekultur einige Bälle und Sportschuhe an Regine Nock-Azari und Stefan Hauschild, die die Flüchtlinge betreuen.2.616 Euro

hat der Verein Rhein-Neckar-Industriekultur als Spenden für die Flüchtlinge in der Erstaufnahmestelle im Industriehafen übergeben. Der Betrag wurde bei den zahlreichen Veranstaltungen des Vereins während der Woche der Industriekultur im Sommer 2015 gesammelt. Die Spende soll für sportliche Aktivitäten verwendet werden.

Die Erstaufnahmestelle für bis zu 700 Flüchtlinge ist schon seit Jahren in der ehemaligen Zentrale der Mannheimer Konsumgenossenschaft untergebracht. Das Industriedenkmal liegt uns wegen seiner sozialgeschichtlichen Bedeutung sehr am Herzen. Wir können und wollen über seine gegenwärtige traurige Nutzung nicht hinwegsehen.

Symbolisch übergab Barbara Ritter vom Verein Rhein-Neckar-Industriekultur einige Bälle und Sportschuhe an Regine Nock-Azari und Stefan Hauschild, die die Flüchtlinge betreuen.


Industriekultur

Identität stiftend und Image bildend

Fabrik, Hafen und Arbeitersiedlung: sie gehören zur Geschichte und Tradition der Rhein-Neckar-Region; die Industrie und die Leistungen ihrer Pioniere, Architekten, Arbeiterinnen und Arbeiter waren prägend für unsere Städte und Gemeinden und sie sind es heute noch. Hierin gründet das Selbstverständnis vieler Menschen. Die erhaltenen baulichen, technischen und künstlerischen Zeugnisse der Industriekultur stellen wertvolles historisches Erbe dar.

Das Projekt RHEIN-NECKAR-INDUSTRIEKULTUR will

  • die vielfältigen industriekulturellen Objekte und Orte in der Metropolregion ins Bewusstsein bringen,
  • zur Weiterentwicklung und Vernetzung industriekultureller Aktivitäten beitragen,
  • industriegeschichtliches Wissen der Region sammeln, vermitteln und Entwicklungen der Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensverhältnisse veranschaulichen,
  • zu Ausflügen und Besichtigungen anregen und so Industriekultur erlebbar machen.

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„Die genossenschaftliche Burg” Wasserseite ©Lutz Walzel


Grußwort von Dr. Peter Kurz

OB Dr. Peter KurzDie noch junge, auf bürgerschaftlichem Engagement basierende Initiative hat sich die Sichtung des Bestands an historischer Industriearchitektur in der gesamten Metropolregion zur Aufgabe gemacht. Es ist ihr Ziel, eine Route der Industriekultur quer durch unseren gemeinsamen Wirtschafts- und Kulturraum anzulegen. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Vielzahl hochinteressanter Gebäude und Ensembles – einst Mühlen, Brauereien, Industriebetriebe der Chemie oder Metallverarbeitung, die das Wirtschafts- und Arbeitsleben in unserer Region geprägt haben.

Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Vielzahl hochinteressanter Gebäude und Ensembles – einst Mühlen, Brauereien, Industriebetriebe der Chemie oder Metallverarbeitung, die das Wirtschafts- und Arbeitsleben in unserer Region geprägt haben. Als „steinerne Zeitzeugen” spiegeln diese den Geist ihrer Epoche wider und ermöglichen einen authentischen Blick auf jene industriellen Arbeitswelten, die einen wichtigen Bestandteil unserer regionalen Identität bilden.