Sand und Beton – plötzlich wertvoll

Werksführung, Spaziergang und Vortrag am 12. 12. 2017

Man mag es kaum glauben: Sand ist nach Wasser der wichtigste Rohstoff der Welt. Und dieser Sand wird knapp. Vor allem für die Bauindustrie. Er findet sich in Beton, Glas, Computer-Chips, Putzmitteln, ja sogar in Zahnpasta. Die Industrie fängt an, sich darauf einzustellen – z. B. durch Betonrecycling.

Wir besichtigen mit Joachim Gilles das Werk von TBS-Transportbeton, das mit Recycling-Beton arbeitet. Danach geht es zu einem Vortrag von Florian Knappe, Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg zum Port 25 – der städtischen Galerie – ein markanter moderner Betonbau.

Weitere Infos und Anmeldung


Die 2. Tage der Industriekultur - ein großer Erfolg!

Fast alle Veranstaltungen waren ausgebucht. Auf den Wartelisten haben sich ca. 500 Interessentinnen und Interssenten eingetragen. Wir bemühen uns um Zusatztermine.

Das enorme Echo - auch in der Presse – zeigt, wie groß das Interesse an Industriekultur ist. Das beflügelt uns bei unserer Arbeit. Ihnen allen vielen Dank.

Fotoreportagen auf der RNIK-Facebook-Seite


Das Rhenania-Lagerhaus am Mannheimer Industriehafen Foto © Annette Schrimpf

Das Rhenania-Lagerhaus am Mannheimer Industriehafen hat über 100 Jahre seine Dienste getan. Es ist vom Abriss bedroht.
Foto © Annette Schrimpf


Veranstaltungsreihe: Industriekultur und Migration

Erfolgreiche Veranstaltungsreihe ging zu Ende

Wanderarbeiter – Gastarbeiter – Migranten: gleich wie sie bezeichnet werden, praktisch seit Beginn der Industrialisierung leben in unserer Region auch ausländische Arbeiterinnen und Arbeiter, die hier ein neues Zuhause fanden. Darüber hinaus sind viele große Betriebe in der Region von Ausländern gegründet worden, z.B. Eichbaum, Giulini, Sunlicht, Hutchinson, Spiegel, BBC… Diese sind oder waren ausländische Unternehmen.

Mit 12 sehr unterschiedlichen Veranstaltungen hat der Verein Rhein-Neckar-Industriekultur dieses Thema bearbeitet. Sie waren alle außerordentlich gut besucht.

Streik bei John Deere - Foto @ Willi HölzelMit einem Vortrag, Berichten und lebhafter Diskussion zum Thema Gewerkschaften und „die Streiks der Anderen“ - konkret die Streiks bei John Deere im Jahr 1973 - ging die Reihe zu Ende.

Die Thematik wird uns jedoch weiter begleiten. Wir wollen damit einen Beitrag gegen die zunehmende Fremdenfeindlichkeit leisten. Wir freuen uns, dass die Reihe auf so großes Interesse gestoßen ist.


Industriekultur

Identität stiftend und Image bildend

Fabrik, Hafen und Arbeitersiedlung: sie gehören zur Geschichte und Tradition der Rhein-Neckar-Region; die Industrie und die Leistungen ihrer Pioniere, Architekten, Arbeiterinnen und Arbeiter waren prägend für unsere Städte und Gemeinden und sie sind es heute noch. Hierin gründet das Selbstverständnis vieler Menschen. Die erhaltenen baulichen, technischen und künstlerischen Zeugnisse der Industriekultur stellen wertvolles historisches Erbe dar.

Das Projekt RHEIN-NECKAR-INDUSTRIEKULTUR will

  • die vielfältigen industriekulturellen Objekte und Orte in der Metropolregion ins Bewusstsein bringen,
  • zur Weiterentwicklung und Vernetzung industriekultureller Aktivitäten beitragen,
  • industriegeschichtliches Wissen der Region sammeln, vermitteln und Entwicklungen der Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensverhältnisse veranschaulichen,
  • zu Ausflügen und Besichtigungen anregen und so Industriekultur erlebbar machen.

Mehr zu den Zielen des Vereins

„Die genossenschaftliche Burg” Wasserseite ©Lutz Walzel


Grußwort von OB Dr. Peter Kurz

Mannheimer Oberbürgermeister Dr. KurzDie noch junge, auf bürgerschaftlichem Engagement basierende Initiative hat sich die Sichtung des Bestands an historischer Industriearchitektur in der gesamten Metropolregion zur Aufgabe gemacht. Es ist ihr Ziel, eine Route der Industriekultur quer durch unseren gemeinsamen Wirtschafts- und Kulturraum anzulegen. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Vielzahl hochinteressanter Gebäude und Ensembles – einst Mühlen, Brauereien, Industriebetriebe der Chemie oder Metallverarbeitung, die das Wirtschafts- und Arbeitsleben in unserer Region geprägt haben.

Als „steinerne Zeitzeugen” spiegeln diese den Geist ihrer Epoche wider und ermöglichen einen authentischen Blick auf jene industriellen Arbeitswelten, die einen wichtigen Bestandteil unserer regionalen Identität bilden.