• Große Eröffnungsfeier

    der Wege zur Industriekultur im Mannheimer Industriehafen

    Titel: Broschüre Wege zur Industriekultur in MannheimRund 200 Gäste waren am 7. September zur offiziellen Eröffnung der „Wege zur Industriekultur“, der ersten derartigen Route in ganz Baden-Württemberg, gekommen. Die Kletterhalle Boulder Island hatte ihre Terrasse zur Verfügung gestellt, direkt am Ufer des Hafens. Und das Wetter war prächtig.

    So konnte Moderator Veit Lennartz eine gut gelaunte Gesellschaft begrüßen. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz wies auf die Bedeutung des Hafens für die Mannheimer Wirtschaft und Stadtgesellschaft hin. Barbara Ritter, Vorsitzende des Vereins, schilderte den langen und manchmal mühevollen Weg der Entstehung des Projekts. Aber letztlich hatten Kulturausschuss und Gemeinderat einhellig zugestimmt und die Mittel bewilligt. Dr. Ulrich Nieß, Leiter des Stadtarchivs lobte den Rundweg in höchsten Tönen und regte weitere Routen zur Industriegeschichte an.

    Stefan Fuchs, Chef des Weltunternehmens Fuchs Petrolub, schilderte den Werdegang und Erfolg seiner Firma im Industriehafen. Und Dr. Peter Schirmbeck, der aus Frankfurt gekommen war, erzählte den Gästen, welche enorme Resonanz die Industrierouten  im Rhein-Main-Gebiet hervorgerufen haben.

    Dr. Peter Kurz, Foto: © Hennseler-EttéGedankt wurde neben der Stadt dem Büro für Gestaltung G710 für seine beeindruckenden Tafel-Entwürfe, dem Künstler Rüdiger Krenkel für die Montage der Schilder, Lutz Walzel für die Herstellung der Broschüre und die Gestaltung der Vereins-Webseite, den Unternehmen im Hafen für ihre Kooperation, dem Hafenamt, der Firma Ueberbit für die ständige Partnerschaft, der Firma Wetlog für das Sponsoring und Boulder Island für die Gastfreundschaft.

    Besonders erwähnt wurden die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins, die sich jahrelang mit dem Projekt beschäftigt haben und dabei besonders Hilde Seibert, die den Anstoß zur Route um den Industriehafen gegeben hat.

    Und dann ging es los auf Entdeckungstour. Zwei Busse fuhren im Pendelverkehr die Stationen ab. Mitglieder des Vereins informierten an Bord der Busse. An sieben Haltepunkten konnten die „Premierengäste“  aussteigen, um sich an Ort und Stelle die Industrieobjekte anzusehen – geführt ebenfalls von Vereinsmitgliedern. Zahlreiche Besucher machten sich per Rad auf den Weg. Renner waren das Alte Klärwerk und die Pyramide, das älteste Bauwerk im Hafen. Der 1810 gebaute geometrische Messpunkt diente einst der Sternwarte zur Bestimmung des Himmelmeridians. Nur über Schleichwege kann man die Pyramide versteckt hinter einer Fabrikmauer heute noch finden.

  • Industriekultur

    Identität stiftend und Image bildend

    Fabrik, Hafen und Arbeitersiedlung: sie gehören zur Geschichte und Tradition der Rhein-Neckar-Region; die Industrie und die Leistungen ihrer Pioniere, Architekten, Arbeiterinnen und Arbeiter waren prägend für unsere Städte und Gemeinden und sie sind es heute noch. Hierin gründet das Selbstverständnis vieler Menschen. Die erhaltenen baulichen, technischen und künstlerischen Zeugnisse der Industriekultur stellen wertvolles historisches Erbe dar.

    Das Projekt RHEIN-NECKAR-INDUSTRIEKULTUR will

    • die vielfältigen industriekulturellen Objekte und Orte in der Metropolregion ins Bewusstsein bringen,
    • zur Weiterentwicklung und Vernetzung industriekultureller Aktivitäten beitragen,
    • industriegeschichtliches Wissen der Region sammeln, vermitteln und Entwicklungen der Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensverhältnisse veranschaulichen,
    • zu Ausflügen und Besichtigungen anregen und so Industriekultur erlebbar machen.

    Mehr zu den Zielen des Vereins

    Parkmühlen Mannheim Industriehafen - Foto: Lutz Walzel

  • Grußwort von Dr. Peter Kurz

    Die noch junge, auf bürgerschaftlichem Engagement basierende Initiative hat sich die Sichtung des Bestands an historischer Industriearchitektur in der gesamten Metropolregion zur Aufgabe gemacht. Es ist ihr Ziel, eine Route der Industriekultur quer durch unseren gemeinsamen Wirtschafts- und Kulturraum anzulegen. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Vielzahl hochinteressanter Gebäude und Ensembles – einst Mühlen, Brauereien, Industriebetriebe der Chemie oder Metallverarbeitung, die das Wirtschafts- und Arbeitsleben in unserer Region geprägt haben.

    Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Vielzahl hochinteressanter Gebäude und Ensembles – einst Mühlen, Brauereien, Industriebetriebe der Chemie oder Metallverarbeitung, die das Wirtschafts- und Arbeitsleben in unserer Region geprägt haben. Als „steinerne Zeitzeugen” spiegeln diese den Geist ihrer Epoche wider und ermöglichen einen authentischen Blick auf jene industriellen Arbeitswelten, die einen wichtigen Bestandteil unserer regionalen Identität bilden.

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