„Bei Licht besehen”

– Alte Industriemauern im Frühling

Noch verdeckt kein üppiges Blattwerk den Blick auf Industriedenkmale. Wir nutzen diese schöne Zeit mit dem hellen Licht für neue Entdeckungen. Kommen Sie doch einfach mit auf unsere Exkursionen! Z. B. mit den Schiffs- und Radtouren. Wir empfehlen eine rechtzeitige Anmeldung.

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Unser Programm für 2017

Januar bis Juli

Titel: Programm RNIK 2017/1Neben den beliebten Schiffs- und Radtouren, Führungen durch das alte Klärwerk und die GEG, schauen wir uns diesmal Mannheim unterirdisch an und besuchen gleich im Januar das Leihamt „die Bank der kleinen Leute“. Mit sechs sehr unterschiedlichen Veranstaltungen setzen wir die Reihe „Migration“ fort – mit überraschenden Einblicken und interessanten Hintergrundinformationen.

Das Programmheft kann hier als PDF heruntergeladen werden oder in gedruckter Form bei vielen Auslegestellen ab Januar abgeholt werden, z.B. bei den TouristInfos, bei den Bürgerdiensten, Bibliotheken und bei etlichen Kultureinrichtungen.

Wir wünschen Ihnen auch im Jahr 2017 wieder interessante Stunden mit der Industriekultur der Rhein-Neckar-Region.

Alle aktuellen Termine auf unserer Website hier


Veranstaltungsreihe: Industriekultur und Migration

Vielfalt im Quadrat

Vielfalt im QuadratWanderarbeiter – Gastarbeiter – Migranten: gleich wie sie bezeichnet werden, praktisch seit Beginn der Industrialisierung leben in unserer Region auch ausländische Arbeiterinnen und Arbeiter, die hier ein neues Zuhause fanden.

  • In den 1850ern entsteht die komplett französische Spiegelkolonie als erste Arbeitersiedlung,
  • In den 1870ern bauen französische Kriegsgefangene den Hafen aus,
  • Seit 1900 arbeiten polnische und italienische Mädchen bei der Jutefabrik,
  • in der NS-Zeit leisten Tausende „Fremd“-Arbeiter*innen Zwangsarbeit,
  • seit den 1960ern werden italienische, spanische, griechische, türkische und jugoslawische Gastarbeiter angeworben.

Viele große Betriebe in der Region sind von Ausländern gegründet worden. Z.B.  Eichbaum, Giulini, Sunlicht, Hutchinson, Spiegel, BBC… Das sind oder waren ausländische Unternehmen.

Diese und andere Themen greift unsere Veranstaltungsreihe auf. Unser Verein will damit einen Beitrag gegen die zunehmende Fremdenfeindlichkeit leisten. Den Auftakt machten wir in den Bündnisaktionstagen „Vielfalt im Quadrat“. Unsere Reihe läuft ein ganzes Jahr und wird bis zu den Tagen der Industriekultur im August 2017 fortgesetzt.

Mehr dazu unter: Termine


Feierliche Preisverleihung

Internetpreis des Deutschen Nationalkomitees Denkmalschutz an Rhein-Neckar-Industriekultur e.V.

Preisverleihung DND in Görlitz (Foto: Schrimpf)Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz hat im Jahr 2016 dem Verein Rhein-Neckar-Industriekultur den „Deutschen Preis für Denkmalschutz“ für seinen Internetauftritt verliehen. Das ist die höchste Auszeichnung in diesem Bereich in Deutschland. Das bei der „Beauftragten der Bunderegierung für Kultur und Medien“ angesiedelte Nationalkomitee ehrt damit die „ambitionierten Internet-Aktivitäten, mit denen sie zahlreiche Interessierte zu einer unmittelbaren und direkten Begegnung mit den Bauwerken animieren und ihnen niederschwellig einen digitalen Reiseführer zur Industriekultur in der Region anbieten.“ Der Preis ist mit 2.500.- Euro dotiert. Die Preisverleihung fand am 24. Oktober 2016 in Görlitz statt.

(Foto A. Schrimpf)

Mehr dazu und Fotoalbum hier


Verlust am Industriehafen

Brillux Tafel 01 - im Hintergrund der AbrissDer Industriehafen ist wieder um eine prägende Landmarke ärmer geworden: Die über 100 Jahre alte Pflanzenbutterfabrik, das Brillux-Gebäude, ist überraschend abgerissen worden. Es stand nicht unter Denkmalschutz. Der Farben-Firma sei das Gebäude für ihre Bedürfnisse nicht mehr tauglich gewesen. Es soll durch einen Neubau „ersetzt“ werden.

Wir lassen die Tafel Nr.1 im Rahmen des Rundwegs um den Industriehafen jedoch stehen.

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Industriekultur

Identität stiftend und Image bildend

Fabrik, Hafen und Arbeitersiedlung: sie gehören zur Geschichte und Tradition der Rhein-Neckar-Region; die Industrie und die Leistungen ihrer Pioniere, Architekten, Arbeiterinnen und Arbeiter waren prägend für unsere Städte und Gemeinden und sie sind es heute noch. Hierin gründet das Selbstverständnis vieler Menschen. Die erhaltenen baulichen, technischen und künstlerischen Zeugnisse der Industriekultur stellen wertvolles historisches Erbe dar.

Das Projekt RHEIN-NECKAR-INDUSTRIEKULTUR will

  • die vielfältigen industriekulturellen Objekte und Orte in der Metropolregion ins Bewusstsein bringen,
  • zur Weiterentwicklung und Vernetzung industriekultureller Aktivitäten beitragen,
  • industriegeschichtliches Wissen der Region sammeln, vermitteln und Entwicklungen der Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensverhältnisse veranschaulichen,
  • zu Ausflügen und Besichtigungen anregen und so Industriekultur erlebbar machen.

Mehr zu den Zielen des Vereins

„Die genossenschaftliche Burg” Wasserseite ©Lutz Walzel


Grußwort von OB Dr. Peter Kurz

Mannheimer Oberbürgermeister Dr. KurzDie noch junge, auf bürgerschaftlichem Engagement basierende Initiative hat sich die Sichtung des Bestands an historischer Industriearchitektur in der gesamten Metropolregion zur Aufgabe gemacht. Es ist ihr Ziel, eine Route der Industriekultur quer durch unseren gemeinsamen Wirtschafts- und Kulturraum anzulegen. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Vielzahl hochinteressanter Gebäude und Ensembles – einst Mühlen, Brauereien, Industriebetriebe der Chemie oder Metallverarbeitung, die das Wirtschafts- und Arbeitsleben in unserer Region geprägt haben.

Als „steinerne Zeitzeugen” spiegeln diese den Geist ihrer Epoche wider und ermöglichen einen authentischen Blick auf jene industriellen Arbeitswelten, die einen wichtigen Bestandteil unserer regionalen Identität bilden.