Presse

  • 10 Jahre Rhein-Neckar-Industriekultur

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    Rhein-Neckar-Industriekultur e.V.
    14. August 2017
    PRESSEMITTEILUNG

    Sorge um historische Bauten im Industriehafen

    Als sich vor 10 Jahren eine Initiative bildete, um die industrielle Vergangenheit Mannheims stärker ins Bewusstsein zu rücken, da ahnte man noch nicht, wie groß das Interesse der Bevölkerung sein würde. „Mannheims Geschichte endet nicht beim Schloss. Wir können stolz sein auf unsere industrielle Vergangenheit, mit allem Licht und Schatten“, sagt Vorstandsmitglied Veit Lennartz.

    Inzwischen hat der rein ehrenamtlich arbeitende Verein fast 300 Objekte auf seiner Webseite beschrieben, mit vielen industriekulturellen Highlights und interessanten Geschichten. „Manche neuen Eigentümer wissen gar nicht, was sich früher mal in ihren Produktionsstätten abgespielt hat. Das hat sie total überrascht“, sagt Barbara Ritter, Vorsitzende des Vereins Rhein-Neckar-Industriekultur. Und sie ist besonders stolz auf eine außergewöhnliche Auszeichnung. 2016 hat das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz dem Verein den Internet-Preis für seinen Webauftritt verliehen. Das ist die höchste Auszeichnung in diesem Bereich in Deutschland.

    2012 erhält der Verein vom Gemeinderat den Auftrag, zusammen mit dem Institut für Stadtgeschichte einen beschilderten Rundweg um den Industriehafen anzulegen. Im September wird der Weg mit 31 Tafeln von OB Dr. Kurz eröffnet. Sorge bereitet dem Verein inzwischen der Bestand industriekultureller Bauwerke im Hafen. Das alte Brillux-Gebäude wurde durch einen modernen Zweckbau ersetzt. Und nun soll, so hört man, der Rhenania-Speicher aus dem Jahr 1911 abgerissen werden. Immer geht ein Stück Geschichte und Architektur verloren. Hier sieht sich der Verein gefordert.

    In den letzten 10 Jahren hat es zahlreiche Veranstaltungen gegeben. Führungen, Ausstellungen, Hafenrundfahrten, sozialhistorische Vorträge, Ausflüge, Bücher, Broschüren und nun in diesem Jahr zum zweiten Mal „Tage der Industriekultur“. 2015, bei den ersten Tagen, waren alle Termine ausgebucht.

    Und auch dieses Jahr gibt es einen großen Run. 30 Veranstaltungen sind angeboten. Da geht es um eine vergessene Mälzerei, um eine Krimilesung im Hinterhof und Mannheim unterirdisch. Die Feudenheimer Schleuse, das Wasserwerk in Käfertal und der Rangierbahnhof spielen eine Rolle. Dazu zahlreiche Betriebs-Besichtigungen bei Firmen, die speziell für den Verein die Tore öffnen. Überall erfahren die Besucher Interessantes aus Vergangenheit und Gegenwart. Zum Abschluss erklingen „aufregend schöne Stimmungsbilder“ beim Konzert des bekannten Mannheimer Gitarristen Claus Boesser-Ferrari in einer ehemaligen Verpackungshalle im Hafen.

    Anmeldungen zu den Veranstaltungen über www.rhein-neckar-industriekultur.de. Bei ausgebuchten Terminen kann man sich auf eine Interessentenliste setzen. Der Verein bemüht sich um Zusatztermine.

  • Die zweiten Tage der Industriekultur in der Rhein-Neckar-Region vom 18. bis 27. August 2017

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    Rhein-Neckar-Industriekultur e.V.
    1. August 2017
    PRESSEMITTEILUNG

    Nach dem großen Erfolg der 1. Tage 2015 veranstaltet der Verein Rhein-Neckar-Industriekultur jetzt seine 2. Tage der Industriekultur. Vom 18. bis 27. 8. kann man unter 27 Veranstaltungen auswählen.

    Eröffnet wird die Woche am 18. 8. mit einer Bootsfahrt durch den Hafen. Zum Abschluss am 26. 8. spielt der bekannte Mannheimer Gitarrist Claus Boesser-Ferrari in der alten Verpackungshalle des Hotel Corniche. Dazwischen liegen Spaziergänge, Vorträge, Radtouren uns Sonderführungen bei Firmen, in die man nicht so leicht rein kommt. Ganz früh geht es zum Großmarkt und spät abends zum Mannheimer Morgen. In Mannheims unterirdischer Bunkerwelt erfahren die Besucher etwas über die Zeit des 2. Weltkrieges und im ehemaligen Rheinauer Elektrizitätswerk etwas über die Mannheimer Künstlernachlässe, die dort gelagert sind. Eine Tour folgt Seppl Herbergers Spuren und in der Industriestraße gibt es eine Schlemmer-Meile der ganz anderen Art zu entdecken.

    Nicht nur in Mannheim sind industriekulturelle Objekte auf dem Programm: in Speyer die ehemalige Celluloidfabrik, in Heidelberg das Bahnbetriebswerk und der Tankturm, in Weinheim die Freundenberg-Werke, in Schwetzingen die Pfaudlerwerke, in Ladenburg das Benzmuseum, nach Seckenheim führt eine Radtour, in Heddesheim gibt es eine Fotoausstellung in der alten Mälzerei und in Ludwigshafen werden gleich zwei industriekulturelle Spaziergänge angeboten.

    Besondere Atmosphäre verspricht die Krimilesung mitten im Kiez, im Hinterhof der Beilstraße im Jungbusch. Und ganz aktuell entstehen eine Straße weiter Wohnungen, Lofts und Geschäftsräume in der alten, gewaltigen Kauffmann-Mühle. Eigentümer und Architekt begleiten den Rundgang und erläutern die Umnutzung. Von besonderem Interesse wird die Besichtigung der Feudenheimer Schleuse sein, die für größere Last-Schiffe erweitert werden soll. Und im Rangierbahnhof, dem zweitgrößten in Deutschland, erfahren die Besucher, wie täglich bis zu 5 300 Waggons zu neuen Güterzügen zusammengestellt werden.

    Das Programm kann unter www.rhein-neckar-industriekultur.de/termine, eingesehen werden. Über diese Webseite erfolgt auch die Anmeldung zu den Veranstaltungen.

    Der Verein Rhein-Neckar-Industriekultur feiert dieses Jahr sein 10jähriges Bestehen. In dieser Zeit gab es zahlreiche Führungen und Rundfahrten, Vorträge, Ausstellungen und einen beschilderten Rundweg um den Industriehafen. Fast 300 historische Industrie-Objekte sind auf der Webseite beschrieben. Dafür hat der Verein bereits mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter den Preis der Deutschen Stiftung Denkmalschutz 2016 für den besten Internet-Auftritt.

    Verein Rhein-Neckar-Industriekultur e.V.

    Nachfragen bitte an Veit Lennartz 0621 8324190,  0151 224 001 14 oder veit.lennartz@gmx.de